MGV Krebsweiler-Heimberg im 140.Jahr von Frauen wachgeküsst! Ehrungen

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Fotos unten - mit Ehrungen Heimweiler. Im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus feierte der MGV Krebsweiler-Heimberg mit vier Gastchören seinen 140.Geburtstag, ehrte treue Sänger und präsentierte sich erstmals mit der neuen Chorformation als Gemischter Chor im MGV.

Die 13 Frauen proben seit über einem halben Jahr und gaben gleich zum Auftakt bei zwei gemeinsam gesungenen Liedern mit ganz starken und trefflichen Texten „Ein bunter Strauß“ und „Aufstehn, aufeinander zugehn“ die Tageslosung aus. „Im 140.Jahr wollen wir ab heute neue Wege beschreiten. Es geht weiter!“, rief freudig MGV Vize und Conférencier Gerhard Teske aus und sprach über die Verstärkung von einem „wertvollen Geschenk“. Die Geschäftsführerin des Kreischorverbandes, Kunigunde Lautebach, hatte zur Feier des Tages eine Magnum-Flasche mitgebracht. Alle Redner und Laudatoren des Abends beschworen eindringlich, nicht zu Asche zu bewahren, sondern die Glut weitertragen zu wollen.

Trotz starker Reduzierung wegen Überalterung von einst 44 Sängern Ende der 1980-er Jahre auf der Bühne, die es zu „Meisterchor“- Ehren brachten, sangen die 17 MGV-Mannen am Samstag noch immer unglaublich voluminös und ausdrucksstark und im 46. Jahr unter Musikdirektor Peter Nerschbach.

Sowohl Wolfgang Amadeus Mozarts großartige Weihe des Gesangs, wo bei Anrufung von Isis und Osiris im „Schutzgeist alles Schönen“ genau beschrieben ist, wie das Herz des Sängers sein muss, ebenfalls wie bei Rudolf Deschs „Warst du dabei“ und Franz Schuberts Psalm 23 sang der MGV Krebsweiler Heimberg engagiert und tadellos wie aus einem Guss.

"Klinge weit in alle Lande- Kling und knüpfe Friedensbande" steht seit Jahrzehnten auch im 140. Jahr über der Bühne. Rudolf Dröscher hatte den Saal heimelig-herbstlich zum Wohlfühlen und sitzen bleiben dekoriert. Gäste waren ganz stark singende und hochmotivierte Chöre. Etwa der MGV aus Kirchberg unter Leitung von Musikdirektor Leo Braun, der Gemischte Chor „Edelweiß“ Steinhardt um seinen Dirigenten Josef Stenzhorn und der MGV Kappeln unter dem Dirigat von Heiner Klein. Das Repertoire bei diesem Herbstkonzert auf einem ganz hohen Niveau ließ bei allen Generationen keine Wünsche offen – während die Steinhardter voller Inbrunst, betont akzentuiert und flott „Marina“, „Zwei kleine Italiener“ oder „Moskau“ zu Gehör brachten, begab sich der MGV Kappeln auf die Hubertus- und die Diplomatenjagd und überraschte mit Liedern von Bepi de Marzi wie etwa dem „Benia Calastoria“.

Vierter Gastchor war die Chorgemeinschaft Mengerschied-Schwarzerden unter seiner couragierten Dirigentin Angelika Hilgert, Kreischorleiterin im Nachbarkreis Simmern. Die Schwarzerdener gingen vor zwei Jahren mit Mengerschied zusammen und reiften zu einem homogenen und geschätzten Klangkörper zusammen. „Horch, was kommt von draußen rein“, die Alpenballade „Weit, weit weg“ oder Nessajas Lied und „Halleluja“ waren leidenschaftliche Beweise größter Sangesfreude.

Mit lebensbejahenden und fröhlichen Liedern wie „Freude am Leben“ von Otto Groll und „Ein lustiges Leben“ ließ sich der gastgebende MGV Krebsweiler- Heimberg nach Zugabe-Rufen nicht bitten und sang ein Weinlied, bevor die neue, gemischte Chorformation makellos A-Capella-Gesang vom Feinsten bei Manfred Bühlers „Liebe ist unendlich“ und gemeinsam mit allen anwesenden Chören den irischen Segenswunsch „Möge die Straße“ als besonderes Ständchen sangen.

ZUM EHRUNGSFOTO: Kreischorverbands-Geschäftsführerin Kunigunde Lautebach (Foto von rechts) ehrte im Beisein des MGV-Vorsitzenden Reinhard May, der mit Weinpräsenten dankte, für 65 Jahre Singen Rudi Wöllstein, für 50-jährige Treue die beiden Krebsweiler Buben Joachim und Gerhard Teske und Tenor Frank Rieth für 40 Jahre. Ganz links Musikdirektor Peter Nerschbach, der seit 46 Jahren den MGV Krebsweiler-Heimberg leitet.


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