Die Currywurst: Kultig, originell, einzigartig. Das vielfach prämierte erste deutsche Currywurstmuseum gehört heute zu Berlin wie das Brandenburger Tor

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Fotos am Textende. Gerade wenn der Magen knurrt, erinnern sich Berliner an ihre beliebte Boulette oder ne` Currywurst. Berliner Boulette? Na ja...Nicht zu vergleichen mit Meddersheimer Frikadelle. Da ist drin was weg muss und viel Weck oder Brösel dazu. Aber ´ne Currywurst? Immer!

Eine Abordnung aus Otzweiler, Kirn-Land und Meddersheim war im Currywurstmuseum in Berlin in der Nähe vom Checkpoint Charlie in der Schützenstraße 70 und total von einer interaktiven und begehbaren Erlebnisausstellung fasziniert, wie dort alles Mögliche über die Currywurst zusammengetragen wurde und mit allen Sinnen erfahrbar ist: optisch sehen, Gewürze riechen, das Brutzeln hören, mehrere Varianten schmecken, selbst im Imbissstand stehen und wie der wahre Jakob die Currywurst anpreisen. Nein, wie sauer Bier anbieten, das hat die Currywurst nicht nötig.

Currywurst ist Kult. Traditionell, beliebt und unkonventionell, seit die Gastronomin Herta Heuwer, die ab Sommer 1949 einen Imbissstand an der Ecke Kant-/Kaiser-Friedrich-Straße im Berliner Ortsteil Charlottenburg betrieb. Sie nimmt für sich in Anspruch, aus der Not heraus eine Tugend gemacht zu haben. Herta Heuwer habe die typische Currywurstsauce im September 1949 erfunden und zur gebratenen Wurst serviert, und damit die Currywurst erfunden. Später benannte sie ihr kulinarisches Etablissement um, versah es mit Anschriften wie: „1. Currywurst-Braterei der Welt“ und „Eine von uns erdachte Berliner Spezialität“;  - 1959 ließ sie sich die Wort-Bild-Marke „Chillup“ für ihre Sauce eintragen – eine Zusammenziehung von Chili und Ketchup.

Kein Tatort-Kommissar, kein Politiker, kurzum kein Mensch macht weder in der Currywurst-Hauptstadt Berlin noch sonstwo in der Republik um das Nationalgericht als beliebten Snack für zwischendurch einen Bogen und fühlt sich von der magischen und wunderbaren Welt der Gewürze angezogen. Erst recht nicht die Otzweilerer Berlinfahrer, die alle schon einmal vor dem Bräter oder dem Grillrost oder Jahrzehnte im Imbissstand gestanden haben und die ganze Bände erzählen und Bücher schreiben könnten. Brat-oder Mettwurscht, Currywurscht und Cola sind auch an der Nahe Kult!

Der Currywurst wurde seit der Eröffnung im August 2009 mit dem Deutschen Currywurstmuseum in Berlin eine einzigartige Erlebnisausstellung gewidmet – ein "Soßenstrom" als Designelement führt die Besucher originell und mit viel Liebe zum Detail zu 15 Stationen der Ausstellung mit exotischen Düften, spannenden Exponaten, interaktiven Spielen samt Kostprobe als Objekt der Begierde - natürlich in 20-facher Auswahl. Mit Darm oder ohne Darm, wie bei uns "Wollwürschte" (weil damals in der DDR Därme Mangelware - Erich hat die Wurstpellen `rüber, inn` Westen verkauft!!!), ob scharf bis mehr, gebrüht, gebraten, rot oder weiß oder klassisch. Aber was heißt das schon? Probieren geht über studieren und Liebe durch den Magen. Guten Appetit!


Museums-Teilansicht

Mind. 15 Stationen

Litfaßsäule mit News

Gewürzkammer