Merxheimer Chöre: Dank Ramona Wöllsteim immer eine Überraschung in petto - Gesang & kulinarischer Genuss kamen an und waren eine Pläsier

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Fotos unten - Textende. Merxheim. Das „singende Dorf“ ist stets für kreative Überraschungen bekannt: Ob musikalisch grandios inszenierte Musicals, Mitsing-Konzerte, Kinder- und Kirchenkonzerte oder zur Freude der begeisterten Öffentlichkeit unterm Dachjuchee Kindheitserinnerungen „ausgegraben“ werden. Im 35.ten Jahr lud erstmals die Chorgemeinschaft MGV Harmonie/Cäcilienverein zu einem besonderen „Gesang und Genuss“-Abend mit Sektempfang an teils familiär-reservierte und festlich eingedeckte Tische in die volle Mehrzweckhalle ein. Diese musikalisch-kulinarische und abendfüllende Annehmlichkeit beinhaltete neben einem üppigen wie exquisiten Drei-Gänge-Menü ein proppenvolles Überraschungs-Repertoire.

Schon oft hörte die Chor-AG das Sterbeglöcklein läuten - und genauso oft war der Ansporn groß, neue Ziele anzuvisieren: 2020 soll das 100-Jährige der „Harmonie“ gefeiert werden. Für Gaumenfreuden war der Partyservice Stefan Lambert aus Kirn und helfende Merxheimer Hände wie Sängerfrauen und die Männer selbst im Service eingebunden, die quasi die Köstlichkeiten in Windeseile „an die Tische flogen“; - allein dies war schon eine logistische Meisterleistung.

Musikalisch überraschte neben dem Männerchor „Duetto & Friends“ mit dem kongenialen Duett Ramona Wöllstein und Stefan Marx sowie Oliver Wöllstein (Bass), Sascha Marfilius (Perkussion), Ralph Biermann (Gesang), Bernd Ullmann (Akkordeon) und dem Pianisten und Alleinunterhalter Walter Krass.

Schon der so genannte „Opener“, die Begrüßung „Sei hier Gast“ aus dem Musical „Die Schöne und das Biest“ war ein Augen- und Ohrenschmaus, als die charmante Mezzosopran-singende Conférencieuse und Chorleiterin und ihr Bariton-Pendant ebenso aufblühten, und singend an den Tischen wie „Koch und Kellner“ anrichteten. Mit den Liedern „Ticino e Vino“, „Italienischer Salat“, „Zwei kleine Italiener“ und dem „Ergo bibamus“-Weinpsalm entführten Chor und Solisten ihre Zuhörer ins Land der Romantik und Genüsse. „Man sagt, der Schöpfer hat Italien nach Entwürfen von Michelangelo gemacht“, hieß es dazu – auch wenn sich das Stiefel-Land veränderte: Rom bleibt Rom und italienischer Wein stehe für pure Lebensfreude.

Insgesamt 19 Lieder, Gassenhauer und Schlager, romantische Balladen und Evergreens, passend zu solch erlesenem Genussabend, kamen zu Gehör. Während des Hauptgangs (Klöße mit feinstem Hirschgulasch, Rotkohl und Birne Helene mit Preiselbeeren) erinnerte das Duett Wöllstein & Marx bei allem Alltagsstress: „Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein“ und „Man müsste nochmal 20 sein“ - Lebensphilosophie von Feinsten.

„Ach Gott, war das so scheen“, schwelgten die Mannen Stefan und Christoph in Erinnerungen an ein Merxheimer Kneipenüberangebot, als man bei Tomasz noch Ouzo als Absacker nach Mitternacht trank: Die von Vader Abraham komponierte und Peter Alexander gesungene „Kleine Kneipe“ und der Heimweh-Song „Griechischer Wein“ waren dem quicklebendigen Männerchor wie auf die Seele geschrieben und wurden mit Beifallsstürmen gefeiert.

Weiteres Highlight war der „Philipp Andres Song“- eine kultige Hommage auf das „gute Kirner Bier von de Noh`“ aus der Feder von Walter Krass, der lauthals geradezu geschmettert wurde. Bravo- und Zugaberufe begleiteten par Exzellent dargebotene Sahnebonbons von Ramona Wöllstein. Das Steckenpferd der Merxheimer Gesangspädagogin liegt in der musikalischen Chorarbeit samt frühkindlicher Ausbildung. Beim Konzert brillierte sie in herrlichen Szenen, unter anderem heiter-beschwingt („beschwipst“, mit blauem Auge und Federboa), als sie das Publikum an den Tischen bezirzte und küssend „lieber einen Mann suchte“, während in theatralischer Caruso-Profimanier Charmeur Stefan Marx den dazugehörigen Part „Ich will keine Schokolade“ von Trude Herr besang.

Rote Rosen und Präsente mit den passenden Worten der Wertschätzung für alle Akteure fand namens der Gastgeber Martin Neumann: „Danke und Chapeau liebe Ramona, was Du für uns alles investierst!“ - das sah das Publikum genauso und zollte spontan herzlichen Applaus. Monatelange Proben waren vom Erfolg gekrönt. Nach vier Stunden durfte geschwoft werden, denn es war genügend „Hüftgold-Nachschlag“ von den Sängerfrauen-Patissier`s da - fast zwei Dutzend liebevolle Variationen und süße Verführungen…

Zum Ehrungsfoto: Martin Neumann (links) und Werner Stumm (rechts) ehrten August Gemmel (zweiter von rechts) für 70-jähriges und Bernhard Ullmann für 40-jährigens Singen.

 


Herrliche Szenen

mitten unter den Gästen

Ramanoa Wöllstein / Stefan Marx

Ehrungen standen an

Die Männer waren gut drauf