Infos pro Windräder? Kaum Bedarf - Gaia: Wir planen weiter!

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Fotos Textende anklicken: KH-Region Ganz viele wollten bei der jüngsten Windräder-Infoveranstaltung mit zwölf Experten von sechs namhaften Firmen, Projektierer Gaia Lambsheim, Gutachtern oder dem zu 100 % beim Bundesumweltministerium in Berlin angesiedelten Kompetenzzentrum im Simmertaler Bürgerhaus nur ganz wenig wissen und gingen vorzeitig nach Hause. Ein Kopfkino-Phänomen ("...bringt mir nix").

Windräder sind privilegierte Bauvorhaben, bedeuten immer einen Eingriff in die Natur, ins Landschaftsbild. Wenn auch politisch konfus und B 90/Grüne-lastig, politisch wegen der Erderwärmung, Klimaschutz, Atomausstieg, CO² Verminderung etc., etc, gewollt.

Aber auch lieb und teuer, und hier hat „die Politik“ total versagt, schiebt unfähig den Schwarzen Peter den Kommunen vor Ort zu. Zoff, Wildwuchs und Profitgier war und ist Tür und Tor geöffnet – deshalb ist "gefühlt" die Mehrheit dagegen: Windräder-Strom sei „Öko-Un-logisch“ habe keine Grundlast, sei Flatterstrom und ohne Speicherkapazität ineffizient, weil bereits 30.000 Windräder im Schnitt nur zu 25 Prozent ausgelastet seien, neun Prozent im Strom-Mix und zwei Prozent am Primärenergiebedarf lieferten, und überschüssiger Strom ins Ausland verschenkt werde, sagt der Staudernheimer Ökologe und Naturschutz Biologe Dr. Michael Altmoos. Und weiter: „Das Profitsystem ist krank – es gibt wenige Profiteure aber ganz viele Verlierer - hohe Einbußen bei Immobilien und der Touristikbranche. Windräder ersetzen keine Atomkraft. Das erneuerbare Energien Gesetzkürzel „EEG“ übersetzte Michael Altmoos als „Energiewende Erkennbar Gescheitert“. Wut und Enttäuschung macht sich breit: Der ganze Hunsrück sei wegen dem Geldwahnsinn seelenlos geworden und blinke nachts wie Las Vegas. Neben Global-Playern, fremden Stadtwerken würden österreichische Konsortien Anlagen betreiben und Geld absahnen - es gehe ein Riss durch Menschen, Dörfer und Gesellschaft, wettern BI´s.

Das ist der springende Punkt, wo der Frosch ins Wasser springt – gefühlte Eiseskälte! Die Politik hat hier in Gänze total versagt. „Simplifizierendes Ja oder Nein“ nennt diese gesellschaftliche Entgleisung pro oder kontra auf allen Ebenen die neue Landwirtschaftsministerin, mit der sich jetzt plötzlich landesweit alle scheinheiligen Wegducker und Weiter-so Lobbyisten schmücken und ihr den Hof machen, und wie Pilze aus dem Boden schießen.

Ich erinnerte mich zurück, an die ersten Windräder, auch auf Deslocher Höhen, als die Bürger mit vollbesetzten Bussen zu dem von der Politik propagierten Energiewende als Eierlegender Wollmilchsau gekarrt wurden. Damals sagte mir Landwirt Günter Groß aus Becherbach bei Kirn in Desloch auf gezielte Nachfrage sinngemäß: Hey, pass uff: Ich bin wie alle hier für nachhaltige und regenerative Energien jeder Art – wir könnten auch schon in der Automobilindustrie viel viel weiter sein, Deutschland hat Erfindergeist und kluge Köpfe. Das ist aber nicht gewollt. Ich will keine Umweltverschandelung, wo ganz wenige sich die Taschen vollstopfen – wenn, gehört die Bevölkerung mit ins Boot. Zitatende.

Recht hat er – die Bürger wollen bei elementaren Veränderungen gefragt und mitgenommen, nicht übertölpelt werden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Irgendwie komisch: Aus Rehborn bei Meisenheim, wo über ein Dutzend Windräder laufen, hört man über das prallgefüllte Bankkonto kein negatives Wort, außer dass es Gemeinderäte andernorts blass um die Nase wird. Und im Wald in Becherbach bei Kirn, wo in einer Solidargemeinschaft 82!!! Grundstückseigentümer unter einen Hut gebracht wurden, hat "man" zwei Rotmilane gesichtet. Soviel zum Bürgerwillen- und beteiligung in der finanz-und strukturschwachen Naheregion. Narhallamarsch!

Windräder Bärweiler, Lauschied und Jeckenbach, von Hundsbach aus gesehen. Zum Foto der vier Personen: Roberto Andreula (Leiter Windenergie, von links),  Gaia-Gründer Torsten Szielasko,  Vladimir Radik (Projektleiter für Simmertal) und Simmertals OB Werner Speh.