Digitalisierung boomt - Handy wird Bankfiliale - Showtime

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Fotos txtende anklicken Bad Sobernheim. Überweisungen mit tagelanger Karenz war gestern – mit der Sparkassen-App KWITT und Co., der Fotoüberweisung und dem Instand Payment wurde dank der Digitalisierung der Zahlungsverkehr in Echtzeit revolutioniert – im voll besetzten Kaisersaal stellte die Sparkasse Rhein-Nahe bei einem erlebnisreichen Abend das Mobile Banking der Zukunft vor.

ZDF-Heute Sprecher und Moderator Ralph Szepanski ließ im Einleitungsstatement der Unsicherheit mit weltweitem politischen Diskurs breiten Raum, hinterfragte aktuelle geopolitische Verwerfungen und finanzielle Transaktionen und wie der globale Finanzdienstleister Goldman Sachs provokant: „Wer braucht heute noch eine Bankfiliale, wenn er ein Handy hat?“ Nach einer Oxfordstudie drohen 47 Prozent der heutigen Berufsbilder in der Automatisierung zu verschwinden - bis 2030 im Automobilbereich 50 Prozent und mit der E-Mobilität bis 2040 sogar 80 Prozent. Dies ändere radikal alles, sagte Szepanski. Es gebe berechtigte Sorgen und einen riesigen Fortbildungsbedarf nach der Formel „0,5x2x3“ im gesellschaftlichen Umbau: Die Formel besagt, dass die Hälfte der Menschen zukünftig doppelt so viel verdienen wird, dafür aber dreimal mehr Leistung bringen muss.

Stargast Andreas Axmann zeichnete für das exquisite Showprogramm mit Spaßfaktor verantwortlich. Er verblüffte seine Zuschauer restlos den ganzen Abend lang in Kaisersaal und Philippskirche. Was er da aus dem interaktiven Tablet heraus und hinein zauberte, wie digitale und reale Effekte sich miteinander vereinigten, das war atemberaubend ganz großes Kino, Magie und Zauberei par Exzellent. Gestern Las Vegas - heute Felkestadt: Fotokameras fokussierte er auf sich und stand urplötzlich in einem anderen Hemd da – der smarte Illusionist verwandelte im Bruchteil einer Sekunde sein Tablet in eine echte Tageszeitung, oder zauberte aus dem Tablet im Stile eines 3-D-Druckers einen zwei Meter langen Wanderstab, der dann krachend auf den Boden fiel.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Andreas Peters ließ noch einmal das Girokonto, den Euro-Scheck oder die Überweisung zwischen gestern und heute Revue passieren und stimmte auf modernstes Online-Banking mit der Fotoüberweisung, der Geldsendefunktion der Sparkassen-Handyapp (KWITT) oder Instand-Payment Mitte des Jahres ein. Bei letzterem Geldtransfer wird in Echtzeit wie bei einer SMS in zehn Sekunden Geld auf dem Empfängerkonto sein; - Kaufvertragsregularien wie „Zug um Zug, Ware gegen Cash“ bleiben gewahrt. Peters sensibilisierte, stimmte auf das Thema Banking der Zukunft und Digitalisierung in der Sparkasse ein, dessen „Geschwindigkeit uns permanent überfordert“. Er informierte über den Prototyp „Sparkasse der Zukunft“, einer voll digitalisierten Geschäftsstelle 4.0 in Sprendlingen deren Eröffnung sich verschiebt, „weil die Telekom die Leitungen nicht hinbekommt“, sagte Peters.

Stichwort Datenschutzgrundverordnung ab 25. Mai: Diese Problematik betreffe die gesamte Gesellschaft, das komplizierte und komplexe Thema produziere mehr Frust als Lust und dessen mit sich selbst beschäftigter Regulatorik grenze an totale Übertreibung, echauffierte sich Peters.

Vertriebsdirektor Jürgen Saurwein berichtete, wie das bereits bei der Hamburger Sparkasse (Haspa) bestehende neue Filialkonzept auf den kompletten Neubau in Sprendlingen adaptiert werden könne. Fünf weitere Experten der Sparkasse Rhein/Nahe informierten, wie sich die Digitalisierung im Alltag (intelligentes Smart-Home, Gesundheit, Mobilität im Alter, oder, „just in time“ in der Arbeitswelt) auswirkt, sowie über Kundenanforderungen und Know-how und High-Tech der neuesten Firmenphilosophie sowie deren strategische Verbundpartner. Sicheres Bezahlen und das Angebot Paydirekt von deutschen Anbietern war hochinformatives Alltagsthema von Alexander Jackowski. Und: Waren vor Jahrzehnten noch der Immobilienmarkt in der Tageszeitung und bei Interesse ein Exposee nach acht Tagen das Maß aller Dinge, demonstrierte der Bad Sobernheimer Beratungscenterleiter Christoph Emrich mit spezieller VR-Brille einen virtuellen 360 Grad Rundumblick im trauten Heim. Erweiterte Wirklichkeiten - reell und Digital inszeniert.

Zu den Fotos: Like Button, Daumen hoch: Geballtes Wissen und Fachkompetenz standen in Sachen Digitalisierung im felkestädtischen Kaisersaal Rede und Antwort: ZDF-Heute-Redakteur und Moderator Ralph Szepanski (von links), Wertpapierspezialist Andreas Oberländer, Jürgen Saurwein (Vertriebsdirektor Kirn-Ingelheim), Andreas Peters (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender), Media Magier Andreas Axmann aus Berlin, Andreas Kern (Leiter Immobilienvermittlung), der Bad Sobernheimer Beratungscenter-Leiter Christoph Emrich und Alexander Jackowski (Leiter Medialer Vertrieb).