Engelchor Simmertal: DAS Abschiedskonzert mit tollen Gastchören

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Fotos textenede anklicken. Simmertal. Das Abschiedskonzert "Ciao-Auf Wiedersehen" des Engelchors in der voll besetzten VfL-Halle mit einem abendfüllenden Programm avancierte zu einem Liedernachmittag der Extraklasse par Exzellent: Für allerbester Unterhaltung mit herzzerreißenden textstarken Liedern voller Hoffnung und Zuversicht zum Mitsingen und Mitschunkeln sorgten neben dem gastgebenden Engelchor bei seinem letzten Auftritt die „Männerwirtschaft“ aus Hochstädten und Oberhausen unter ihrer Dirigentin Ramona Wöllstein, sowie das „Vorfuss-Sänger“ - Quintett aus Vollmersbach.

Letztere waren vor Jahren zu Gast in Simmertal – die Mannen um Manfred Schmidt mit Gitarre und Quetschkommod sangen so beliebte Schlager wie „Lustige Rheinland-Pfälzer“, „Junger Adler“, „Santiano“ oder den Höhner-Klassiker „Hey dou ret weh“ und von Freddy Breck „Der große Zampano“. Beim Evergreen „Fliege mit mir in die Heimat“, sang der ganze Saal mit, und bei der geforderten Zugabe von den Alpenrebellen „Rock me heit Nacht“ landeten die Mannen einen viel umjubelten und gefeierten Volltreffer.

Die „Männerwirtschaft“ unter dem fordernden Dirigat von Ramona Wöllstein überraschte mit ihrem breiten Repertoire vom alten Volkslied „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“, dem „Augustin-Rap“ über die Whise Guys („Wie kann es sein“) bis zu „Irgendwo und –wann“ aus Leonard Bernsteins West Side Story samt zweier Partituren aus dem Musical „Les Miserables“ (Bring ihn heim – und: Lied des Volkes) mit Ansage, denn: Die Romanvorlage von Victor Hugo zählt in Frankreich zum Standartwerk – entsprechend der hiesigen politischen Protestkundgebungen und Märsche erklärten die Männer unter langem und lautem Applaus sinngemäß: „Wir stehen ausdrücklich für Humanismus, unser Grundgesetz und die Freiheit – nicht für die Farben Schwarz-Rot-Weiß“.

Mit den Zugaben „Männerwirtschaft“ aus der Feder von Frank Heilmann und dem Bläck-Föös-Gassenhauer „Dat Wasser vun Kölle“ mit ihm als voluminöser Solist brannten die Mannen ein mitreißendes Feuerwerk von Frohsinn und guter Laune ab. Da bebte die VfL-Halle in ihren Grundfesten; - dieser gefeierte Auftritt als Spiegelbild positiv-modernem Sängerschaffens klang lange nach. Profunder Moderator war Hermann Jablonski, der allen Chören „Chapeau“ zurief.

40 Jahre seien eine lange Zeit, die Zahl 40 sei symbolisch auch in der Bibel eine feste Größe: So wanderten die Israeliten 40 Jahre durch die Wüste. 40 Jahre regierten die Könige David und Salomon, und sie hätten viel Segensreiches aufgebaut. „Genauso habt ihr in der Region viel geleistet und die Menschen erfreut und begeistert“, sagte sie und wünschte Gottes reichen Segen für „die Zeit und die Ruhe danach“.

Ehre, wem Ehre gebührt: Für den VfL, aus deren Reihen sich der Engelchor 1979 gründete, dankten Vorsitzender Günter Klasson und Übungsleiter-Urgestein Elfriede Schüßler, die „von unserem Kind“ sprachen und vier Jahrzehntelange wertschätzten.

Seitens des Engelchores galt es vielfach, Danke zu sagen: Dem Helferteam, für den Aufbau stellvertretend Willi Heipp, Thorsten Götz für die Technik, Michael Stuke für die gute Bedienung, und Waltraud Hess für den Blumenschmuck. Ortsbürgermeister Werner Speh für eine öffentliche Ehrung im Januar und als bekennender Fan des Engelchores und für die auf Simmertal neu getextete Wolfgang Petry Hymne „Mein Zuhaus“. Gudrun Wiest als Vertreterin der Bürkle-Stiftung nahm den Dank des Engel-Chores entgegen, weil die Bürkle-Stiftung „finanziell und völlig unproblematisch“ die Produktion einer Abschieds-CD unterstützte. Frontfrau Adelheid Engel erklärte: „Geld war in unserer Gruppe rar, da wir ehrenamtlich aktiv waren. Und wenn doch mal Spenden zusammen kamen, haben wir diese für soziale Zwecke weiter gespendet“, informierte sie unter Beifallsstürmen charmant.

Mit zwölf Songs erfreute und überzeugte der Gastgeber vollends. Dank galt musikalisch dem Publikum und den vielen Engelchor-Fans: „Ihr habt uns nie nach unserem Weg gefragt – aber ihr seid ihn mit uns gegangen!“, lobte Adelheid Engel tief bewegt in der ersten, eigens komponierten Zugabe: „Danke, Freunde“. Und da klang viel Wehmut und Abschiedsschmerz mit.

>>>Die CD ist erhältlich beim Engel-Chor, Telefon 06754 - 585 oder 01757835429

 


"echte Männerwirtschaft"

Frank Heilmann

OB Speh: Dankeschön

Zwei Powerfrauen

Engelchor Abschiedskonzert